Zukunft beginnt vor Ort

SPD-Wahlprogramm für den Landkreis Rostock

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 26. Mai 2019 haben Sie wieder die Gelegenheit, die Mitglieder des Kreistages im Landkreis Rostock zu wählen.

Der Landkreis, der aus den sozialdemokratisch geführten Landkreisen Bad Doberan und Güstrow gebildet wurde, gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Arbeitslosigkeit ist hier in den letzten Jahren deutlich gesunken. In modernen, wettbewerbsfähigen Unternehmen sind viele neue Arbeitsplätze entstanden. Unsere Städte und Dörfer haben sich wesentlich zu ihrem Vorteil verändert. Moderne Straßen- und Schienenverbindungen ergänzt durch den Flughafen Rostock Laage gewährleisten eine hervorragende überregionale Anbindung unserer Region.

Den Landkreis zeichnen hervorragende naturbelassene, touristischen Angebote an der Ostseeküste und im Binnenland, eine vielfältige Dienstleistungsbranche sowie eine stetig wachsende Wirtschaftskraft aus. Das Institut für Urbanistik hat 2018 festgestellt, dass unser Landkreis zu den 10 Landkreisen in ganz Deutschland gehört, die sich am positivsten entwickeln. Entscheidend dafür war, ist und bleibt die Stärkung unserer Region als Ort zum Leben.

Familie gut – alles gut. Daher werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Schulen und Kitas genauso wie Kultur- und Freizeiteinrichtungen gefördert und erhalten bleiben.

In diesem Wahlprogramm haben wir dazu die Schwerpunkte unserer Kreispolitik zusammengefasst.

Mit Ihrer Stimme geben Sie unseren Kandidaten die Möglichkeit, unser Wahlprogramm umzusetzen. Gehen Sie deshalb am 26. Mai zur Wahl!


Arbeit und Wirtschaft

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Die Schaffung und Erhaltung von wettbewerbsfähigen, Existenz sichernden Arbeitsplätzen ist ein vorrangiges Ziel sozialdemokratischer Politik. Unser Landkreis verfügt zusammen mit der Hansestadt Rostock über hervorragende Standortvoraussetzungen.  Diese müssen noch stärker auch in den südlichen Teil unseres Landkreises ausstrahlen. Dazu wollen wir die Wirtschafts-Kompetenzen unseres Landkreises verstärkt über die Landes- und Bundesgrenzen hinweg vermarkten.

 

Die Arbeitslosenquote ist mit aktuell 6,2 % die niedrigste seit der Wiedervereinigung. Viele Menschen haben in den letzten Jahren durch Qualifizierung und gezielte Vermittlung den Weg in den Ersten Arbeitsmarkt gefunden. Dadurch konnte die Arbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Wir werden auch künftig eine aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben. Dabei werden wir die neuen Bundesgesetze zur Förderung von Langzeitarbeitslosen und Weiterbildungsprogramme optimal nutzen.

 

Wirtschaftsförderung für unseren Landkreis bedeutet die Schaffung eines vertrauensvollen Klimas für Investitionen, Innovationen und wirtschaftliches Wachstum. Das erfordert neben Geld vor allem gute Ideen, den vollen Einsatz aller politisch Verantwortlichen und eine Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg.

 

Der Regionale Planungsverband  aus Kreistag und  Rostocker Bürgerschaft soll insbesondere die räumlichen Beziehungen zwischen Stadt und Umland bewerten und die notwendigen Entscheidungen vorbereiten. Die Kreisverwaltung und die Wirtschaftsfördergesellschaft WLR sind in erster Linie Dienstleister für  Unternehmen und potenzielle Investoren.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Bestehende gut entwickelte Wirtschaftsstandorte werden weiter ausgebaut.
  • Wir stehen für die weitere Vernetzung der in unserem Landkreis angesiedelten Forschungseinrichtungen mit den technologieorientierten Unternehmen.
  • Investoren erhalten im Landkreis eine intensive Beratung. Genehmigungsverfahren sind zügig und so unbürokratisch wie möglich durchzuführen.
  • Zur Stärkung der regionalen Wirtschaft werden Aufträge des Landkreises im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten vorrangig an einheimische Unternehmen vergeben.
  • Bei der Ausschreibung öffentlicher Aufträge sind ökologische Kriterien zu beachten.
  • Erheblicher Investitionsbedarf besteht bei den Kreisstraßen und Radwegen. Dafür sind jährlich genügend Mittel im Kreishaushalt bereitzustellen.
  • Ziel der Arbeitsmarktpolitik ist es, finanzielle Hilfebedürftigkeit zu überwinden und Menschen in Existenz sichernde Arbeit zu bringen. Eine besondere Zielgruppe sind dabei jüngere Erwerbsfähige, bei denen sich Arbeitslosigkeit nicht verfestigen darf!
  • Junge Eltern oder Alleinerziehende, die eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen, erhalten sofort einen Platz in der Kindertagesbetreuung.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhalten und geschlechtsspezifische Benachteiligungen abgebaut werden.
 

Landwirtschaft und ländliche Räume

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Unser Landkreis bleibt weiterhin durch die Landwirtschaft geprägt.

Dieser Wirtschaftszweig bindet nicht nur ortsansässige Arbeitskräfte, er ist für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in den Dörfern und Städten von außerordentlicher Bedeutung.

 

Wir wollen deshalb durch den Ausbau der Infrastruktur den Zugang zu den Arbeitsplätzen in den wirtschaftlichen Zentren und den landwirtschaftlichen Gebieten sichern und gleichzeitig die lokale und überregionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte unterstützen. Darüber hinaus kommt es darauf an, zusätzliche Erwerbsquellen in den Dörfern, auch in den Landwirtschaftsbetrieben, zu schaffen.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Die Infrastruktur in den ländlichen Räumen ist durch den Ausbau des Internets und des Mobilfunks, der Kreisstraßen und durch den ländlichen Wegebau weiter zu verbessern.
  • Der vom Landkreis betriebene öffentliche Personennahverkehr wird für eine flexiblere Mobilität im ländlichen Raum umgestaltet.
  • Wir unterstützen die Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen für Landwirtschaftsbetriebe, beispielsweise bei der Landschaftspflege, der Aufforstung, der Gewässerunterhaltung, im Tourismus oder bei der Direktvermarktung von Produkten.
  • Der Messestandort Mühlengeez mit der jährlichen MELA bleibt ein Aushängeschild der Landwirtschaft und des ländlichen Raums in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Der Teterower Schlachthof beliefert Handwerksbetriebe in der Region, Deutschland und gegenwärtig Kunden in 18 Ländern Europas, Afrikas und Asiens. Bei der Weiterentwicklung des Schlachtbetriebes mit mehr als 100-jähriger Tradition zu einem Standort für Fleischveredlung wird die Region gestärkt und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen.
 

Bildung, Kultur und Sport

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Eine solide Bildung entscheidet maßgeblich über die Zukunft unserer Kinder. Für ein erfolgreiches Lernen sind die materiellen Voraussetzungen an den Schulen des Landkreises geschaffen worden. Als Landkreis sind wir Schulträger für Gymnasien, Gesamtschulen, berufliche Schulen, Förderschulen, Abendgymnasien und Volkshochschulen. Diese bieten ein umfangreiches Bildungsangebot, das durch den Bücherbus ergänzt wird.

Besonders wichtig sind uns aber auch die Grundschulen und Regionalen Schulen. Über eine aktive Mitgestaltung der Schulentwicklungsplanung setzen wir uns dafür ein, den Bestand aller öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen so zu sichern, dass unseren Kindern und Jugendlichen ein flächendeckendes, vielfältiges und gut erreichbares Bildungsangebot von der Kita bis zur Berufsausbildung zur Verfügung steht. Alle Bildungseinrichtungen leisten ihren Beitrag für ein lebenslanges Lernen und damit für eine gesicherte berufliche Zukunft und ermöglichen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

 

Mit dem Ernst-Barlach-Theater und -stiftung, dem Landschulmuseum Göldenitz und dem Thünenmuseum Tellow unterstützt der Landkreis wichtige kulturelle Angebote. Auch das Ostrockmuseum und das Schliemann Huas sind uns wichtig.

 

Sport ist gesundheitsfördernd, stärkt die Lebensfreude, das Miteinander und Verantwortungsbewusstsein. Mit der Sportstättenförderung und der Jugendsportförderung ebnen wir besonders Kindern und Jugendlichen den Weg in den Vereinssport.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Wir setzen uns für den Erhalt aller Schulstandorte im Landkreis ein.
  • Wir sorgen für gute Lernbedingungen und eine moderne räumliche Ausstattung der Schulgebäude in kreislicher Trägerschaft.
  • Wir sind für selbstständige Schulen mit eigenen Entscheidungsspielräumen. Gleichzeitig unterstützen wir den weiteren Ausbau der kreislichen Schulen zu Ganztagsschulen, insbesondere zu gebundenen Ganztagsschulen und sichern eine angemessene finanzielle Ausstattung zu.
  • Die Schulentwicklungsplanung soll Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung gewährleisten. Dabei setzen wir uns zur wohnortnahen Versorgung für den Erhalt kleiner Schulen im ländlichen Raum ein.
  • Der Zugang zum Gymnasium muss allen Kindern offen sein, unabhängig von ihrem Wohnort oder der sozialen Herkunft.
  • Am Standort Güstrow-Bockhorst ist eines der modernsten Berufsausbildungszentren in Mecklenburg-Vorpommern entstanden. In Kooperation mit den hier befindlichen Ausbildungseinrichtungen des Landes werden wir den Standort in Zukunft weiter profilieren.
  • Der Berufsschulstandort Bad Doberan soll für die Ausbildung in Tourismus- und Dienstleistungsberufen erhalten bleiben.
  • Wir setzen uns für die Fortsetzung der bewährten Kulturförderung im Landkreis ein. Insbesondere möchten wir die Zusammenarbeit mit dem Kreiskulturrat stärken, der sich auch auf unsere Initiative hin 2017 gegründet hat. Des Weiteren befürworten wir die Fortführung der Unterstützung des Kultur-Regional-Managements welches sich ebenfalls 2017 entwickelt hat.
  • Die Fusion der Volkshochschule wird auch weiterhin nicht zu einer Einschränkung des Angebots in der Fläche führen.
  • Wir werden die Zukunft und die Attraktivität des Ernst-Barlach-Theaters sichern. Hierbei streben wir eine intensivere Zusammenarbeit mit der Kreis- und Barlachstadt Güstrow an.
  • Mit unserem Jugendportal haben wir im Landkreis eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die Jugend- und Sportprojekte kompetent unterstützt.
  • Sportvereinen und anderen Sportlern stehen die kreislichen Sportstätten zur Nutzung offen. Kinder und Jugendliche zahlen dafür auch in Zukunft kein Nutzungsentgelt.
 

Jugend und Soziales, Senioren, Gleichstellung und Flüchtlinge

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Die Ausgaben für Jugend und Soziales nehmen im Kreishaushalt mit Abstand den größten Umfang ein. Viele soziale Leistungen sind gesetzlich gebunden und können von der Kommunalpolitik kaum beeinflusst werden. Als eigenen Beitrag wollen wir vorrangig präventive Jugend- und Schulsozialarbeit fördern sowie Familien, Alleinerziehende, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und andere hilfebedürftige Gruppen unterstützen.

 

Auf die demografischen Veränderungen, reagieren wir mit zeitgemäßen Lösungen. Mit der Erarbeitung und Verabschiedung des Pflegesozialplans für den Landkreis Rostock und der Einrichtung des Pflegestützpunktes in Bad Doberan haben wir wichtige Schritte auch unter Beteiligung vieler Einwohnerinnen und Einwohner in diesem Bereich gemacht. Unser Ziel war es, die Erfahrungen und die Kreativität älterer Menschen aktiv in die gesellschaftliche Entwicklung unserer Region mit einzubringen und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben so lange wie möglich zu gewährleisten. Der Pflegesozialplan bietet nun die Möglichkeit, gezielt Maßnahmen im Sinne Pflegebedürftiger und deren Betreuer umzusetzen

 

Nach wie vor eines unserer Kernthemen ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Frauen und Männer müssen gleiche Chancen in Schule, Beruf und Gesellschaft erhalten.

 

In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Geflüchteten in unser Land gekommen. Auch der
Landkreis Rostock hat einen angemessenen Teil von ihnen aufgenommen. Wir müssen auch
weiterhin große Anstrengungen unternehmen, damit insbesondere diejenigen, die mittel- oder
langfristig bei uns bleiben, gut integriert werden. Damit dies gelingen kann, sind insbesondere
Zugänge zum Bildungssystem und zum Arbeitsmarkt entscheidend.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Wir sorgen dafür, dass für die mit den Städten, Gemeinden und freien Trägern entwickelten Formen der Jugendarbeit weiterhin Mittel aus dem Kreishaushalt bereitgestellt werden.
  • Ziel der präventiven Jugendarbeit ist die Erziehung junger Menschen zu Demokratie, Toleranz und aktiver Mitgestaltung der Gesellschaft. Die vom Landkreis geförderten Einrichtungen arbeiten in diesem Sinne mit Schulen, Kirchen, Vereinen, Feuerwehren sowie mit lokalen Bündnissen für Demokratie und Toleranz zusammen.
  • Schulsozialarbeiter sollen an allen weiterführenden Schulen im Landkreis tätig sein. Wir streben eine Ausweitung dieses Angebots an, soweit sich die Schulträger an der Finanzierung beteiligen.
  • Junge Flüchtlinge sind eine wichtige Zielgruppe der Jugendsozialarbeit.
  • Vereine mit Angeboten für Familien und Alleinerziehende sowie für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche erhalten Unterstützung.
  • Mit den vom Landkreis bereitgestellten Zuschüssen zu Heizung und Wohnen ermöglichen wir es Bedürftigen, in ihrer Nachbarschaft und damit ihrem sozialen Umfeld zu bleiben. Die Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabeprogramm ermöglichen Kindern aus einkommensschwachen Familien eine Teilnahme an Klassenfahrten und Freizeitaktivitäten.
  • Höchste Priorität hat für uns eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Wir setzen uns deshalb nachdrücklich für den Bestand der im Landkreis vorhandenen Krankenhäuser ein und unterstützen Maßnahmen zur Erhaltung von Arztpraxen im ländlichen Raum.
  • Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Auszubildende, kinderreiche Familien und sozial Benachteiligte sind stärker als andere Gruppen auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs angewiesen. Wir berücksichtigen diese Ansprüche bei der Nahverkehrsplanung.
  • Wir erkennen die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten auf allen kommunalen Ebenen an.
  • Wir bestärken auch in Zukunft die Arbeit der Kreissenioren- und Behindertenbeiräte und arbeiten mit diesen eng zusammen.
  • Das Frauenschutzhaus in Güstrow wird weiter unterstützt.
  • Menschen mit Behinderungen bedürfen der besonderen Hilfe durch die Gesellschaft. Gemeinsam mit den Betroffenen und den Betreuungseinrichtungen sollen Konzepte für mehr Selbstständigkeit und eine noch bessere Einbindung in das gesellschaftliche Leben entwickelt werden.
  • Pflegestützpunkte als unabhängige Beratungs- und Koordinierungsstellen helfen schnell und kompetent in schwierigen Alltagssituationen.
  • Bundes- und Landes-Förderprogramme wollen wir optimal ausnutzen, um die Qualität in Kindertagesstätten baulich und fachlich zu verbessern.
  • Unsere Gemeinden müssen zu Orten werden, in denen das Zusammenleben über kulturelle Grenzen hinweg ein sicheres Leben bietet und darüber hinaus Chancen für die persönliche Entwicklung eröffnet.
 

Sicherheit und Ordnung

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Die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung ist eine wichtige Aufgabe von Staat und Gesellschaft und schafft die Voraussetzungen für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger. Den vielen ehrenamtlichen Helfern bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Rettungsdienstorganisationen, im Katastrophenschutz und bei zahlreichen anderen Einrichtungen gilt unsere Fürsorge und Unterstützung.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Der Landkreis gewährleistet eine enge Abstimmung und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen Ordnungsbehörden für einen optimalen Kinder- und Jugendschutz. Gesundheits- und Verbraucherschutz, Umwelt- und Baurecht sowie die Sicherheit auf unseren Straßen sind wichtige Aufgaben.
  • Zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrtechnik und zur Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren betreibt der Landkreis derzeit Feuerwehrtechnische Zentralen an den Standorten Kägsdorf und Güstrow. Wir begrüßen den Neubau einer Feuerwehrtechnischen Zentrale in der Nähe des Autobahnkreuzes A20.
  • Zur Förderung der Jugendfeuerwehren stellt der Landkreis Zuschüsse bereit.
  • Wir wollen Feuerwehren bei der organisatorischen Arbeit wie z.B. der Feuerwehrbedarfsplanung beratend zur Seite stehen und versuchen bürokratischen Aufwand zu senken.
  • In Anerkennung der geleisteten Arbeit setzen wir uns dafür auf Bundesebene ein, dass ein Ausgleich aktiver Mitgliedschaft in der Feuerwehr und anderen Rettungsorganisationen mit Rentenpunkten geprüft wird.
  • Der Landkreis sorgt auch künftig dafür, dass in Not- und Katastrophenfällen ausreichend Kräfte und Mittel zur Gefahrenabwehr zur Verfügung stehen.
 

Umwelt, Naturschutz und Tourismus

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Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. In unserem Landkreis haben sich viele naturnahe Lebensräume erhalten; die Belastung der Gewässer, der Luft und des Bodens ist gering. Diese wichtigen Standortvorteile wollen wir erhalten und nachhaltig nutzen.

 

Die im Landkreis vorhandenen Schutzgebiete sind insgesamt ausreichend für die Sicherung des Naturerbes und als Grundlage für den landschaftsgebundenen Tourismus. Neuausweisungen solcher Gebiete erfolgen nur noch in besonders sensiblen Bereichen.

 

Der Ausbau der Windenergie erfolgt in den ausgewiesenen Windeignungsgebieten.

Die Erneuerung von bestehenden Anlagen außerhalb von Eignungsgebieten soll nur ermöglicht werden, wenn die Standorte mindestens die Voraussetzungen erfüllen, die an Eignungsgebiete gestellt sind. Die Errichtung von Windenergieanlagen außerhalb von Eignungsgebieten lehnen wir strikt ab.

 

Unsere Ostseebäder sind auf Grund der vielfältigen Angebote und der hervorragend entwickelten Infrastruktur attraktive Reiseziele. Sie erhalten als wichtige wirtschaftliche und kulturelle Standorte des Landkreises unsere besondere Unterstützung. Darüber hinaus gilt es, die touristischen Angebote im Binnenland zu stärken und gezielt auszubauen. Landschaft und zahlreiche kulturelle Aktivitäten bieten dafür gute Voraussetzungen.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Die Zusammenarbeit der Tourismusverbände im Landkreis schafft Synergien und stärkt den Tourismussektor über die Kreisgrenzen hinaus.
  • Gesundheitsland M-V und Kinderland MV sind wettbewerbsfähige Marken, die unser Tourismusland national und international bekannt machen. Künftig geht es darum, mehr ausländische Gäste als Touristen in die Region zu holen.
  • Der Flughafen Rostock-Laage soll daran maßgeblich mitwirken und vom Landkreis weiterhin gefördert werden. Eine Landesbeteiligung als Gesellschafter der Flughafengesellschaft wird ausdrücklich gefordert.
  • Erhebliche Potenziale liegen im Ausbau der regionalen Angebote für Kreuzfahrttouristen.
  • Neben kulturellen Höhepunkten wie dem Doberaner Münster, dem Güstrower Schloss, sowie der Schwaaner Kunstmühle wird die Freigabe und Erschließung der Warnow zwischen Rostock/Warnemünde und Bützow als touristisch nutzbare Wasserstraße angestrebt.
  • Wir unterstützen Initiativen zum Ausbau und zur Unterhaltung des Rad-, Reit-, und Wanderwegenetzes und werden dazu im Bereich der Kreisstraßen einen eigenen Beitrag leisten.
  • In unseren Naturparks Nossentiner/ Schwinzer Heide, Mecklenburgische Schweiz/ Kummerower See und Sternberger Seenlandschaft ist die Verknüpfung von Naturschutz und nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung in sensiblen und strukturschwachen Räumen erfolgreich gelungen. Der Landkreis wird diese Schutzgebiete auch künftig mittragen.
  • Umwelt- und Naturschutz erfordern ein gemeinsames, abgestimmtes Handeln in der Region. Über die Mitgliedschaft im Regionalen Planungsverband wird der Landkreis Einfluss auf eine umweltschonende und nachhaltige Raumplanung nehmen.
 

Verwaltung – modern und bürgernah

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Eine gut organisierte Verwaltung ist eine Voraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen. Es gilt, in der Kreisverwaltung effiziente, leistungsfähige und aufgabengerechte Strukturen zu schaffen und moderne technische Verfahren verstärkt zu nutzen. Kommunale Selbstverwaltung und eine wirksame Kontrolle der Verwaltung müssen auch künftig gesichert bleiben.

Im Umgang mit Bürgeranliegen bestärken wir unsere Behörden ergebnisorientierter zu werden und rechtliche Spielräume im Sinne einer positiven Lösung zu prüfen.

 

Punkte aus dem SPD-Programm


  • Die Kreisverwaltung muss transparent und bürgernah organisiert sein. Das schließt eine umfassende und verständliche Beratung sowie einen aktuellen und barrierefreien Internetauftritt mit ein.
  • Zur umfassenden Erledigung von Angelegenheiten der Bürger und Unternehmen organisiert der Landkreis eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinde-, Amts- und Stadtverwaltungen.
  • Entscheidungen sollen schnell und nachvollziehbar getroffen werden. Dabei müssen Bescheide und Schreiben auch für Empfänger ohne juristische Kenntnisse verständlich sein.
  • Die Möglichkeit von Verwaltungsvorgängen über das Internet (e-government) wird ausgebaut. Es darf jedoch nicht zu einer Ausgrenzung von Personen kommen, die keinen Zugang zu diesem Medium haben.
  • Wir erwarten eine konsequente wirtschaftliche Betriebsführung der Verwaltung. Schwerpunkte sind die Verbesserung der Haushaltslage des Landkreises und die Weiterführung des Schuldenabbaus.
  • Wir streben eine weitere kreisübergreifende Zusammenarbeit an. Dabei bildet die Kooperation mit der Hansestadt Rostock und die Stärkung der angrenzenden Gemeinden einen Schwerpunkt.
 

Zusammenfassung der wichtigsten Ziele

Sehr geehrte Wählerinnen und Wähler,

die Mitglieder des Kreistages vertreten Ihre Interessen bei den wichtigsten Entscheidungen im Landkreis. Wir als SPD stehen für eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien und Bürgerbündnissen. Dabei hat das Wohl der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität. –Jede Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten schließen wir aus.

 

Als SPD-Fraktion im Kreistag werden wir uns für die Belange aller Bürgerinnen und Bürger des Landkreises einsetzen. Und ermuntern alle zur Mitgestaltung der kommunalen Angelegenheiten.

 

Unsere Kernziele:


  • Wir sorgen dafür, dass Eltern für ihre Kinder einen Platz in der Kindertagesbetreuung erhalten.
  • Wir verbessern die Infrastruktur des Landkreises. Die Sanierung ländlicher Wege und der Kreisstraßen, vor allem aber der Ausbau von Internet und Mobilfunk sind dabei wichtig.
  • Wir stellen durch effiziente Planung des Nahverkehrs Ihre Mobilität sicher– gerade auch im ländlichen Raum.
  • Wir arbeiten am Ausbau selbstständiger Schulen mit eigenem Entscheidungsspielraum.
  • Wir stehen für die Chancengleichheit in der Bildung ein.
  • Wir sorgen dafür, dass Jugendarbeit in Städten und Gemeinden weiterhin mit Mitteln aus dem Kreishaushalt finanziert und gefördert wird.
  • Wir stärken den Tourismus in unserem Landkreis und wollen die Angebote noch attraktiver gestalten.
  • Wir vertreten eine moderne und bürgernahe Kreis-, Amts und Gemeindeverwaltung.